
Neuste Angebote: JETZT ENTDECKEN
Wir erklären, worauf es bei der ersten Gleitsichtbrille ankommt und geben praktische Tipps für den Alltag.

Lesezeit 6 min.
Die Welt mit eigenen Augen sehen und das in jeder Entfernung gestochen scharf. Wenn die Arme beim Lesen der Speisekarte plötzlich zu kurz werden oder das Handybild häufig vergrößert werden muss, ist das kein Grund zur Sorge, sondern ein ganz natürlicher Prozess. Eine Gleitsichtbrille ist hier oft die eleganteste Lösung. In diesem Blog-Beitrag beantworten wir die häufigsten Fragen rund um das Multitalent unter den Brillen.
Eine Gleitsichtbrille auch „Mehrstärkenbrille“ genannt ist eine All-in-One-Lösung für deine Augen. Im Gegensatz zu einer normalen Brille korrigiert sie mehrere Fehlsichtigkeiten gleichzeitig. Das Besondere ist das die verschiedenen Sehbereiche fließend also „gleitend“ ineinander übergehen. Der obere Bereich sorgt für eine scharfe Sicht in die Ferne, was dir beim Autofahren oder Spazierengehen zugutekommt. Die Mitte deckt die Zwischendistanzen ab und ist ideal, um beispielsweise das Armaturenbrett im Blick zu behalten. Der untere Bereich ist für die Nähe optimiert, sodass du Bücher oder das Smartphone völlig mühelos lesen kannst. Von außen sieht man dem Gleitsichtglas diese Zonen übrigens nicht an, sie sehen aus wie ganz normale Einstärkengläser.


Die größten Vorteile der Gleitsichtgläser sind schlichtweg Lebensqualität und Komfort. Du brauchst nicht mehr ständig zwischen einer Fern- und einer Lesebrille hin und her zu wechseln. Kein Suchen, kein Vergessen, kein lästiges Auf- und Absetzen. Du hast eine einzige Brille für den gesamten Alltag, für alle Entfernungen, die dir stufenloses Sehen von nah bis fern ermöglicht.
Meistens macht sich die sogenannte Alterssichtigkeit (Presbyopie) ab dem 40. Lebensjahr bemerkbar. Das ist ein völlig natürlicher Funktionsverlust: Die Augenlinse verliert an Elastizität und kann sich nicht mehr so gut auf die Nähe einstellen. Typische Anzeichen im Alltag sind: Du musst das Smartphone oder die Zeitung immer weiter weghalten, um die Schrift zu entziffern. Verschwommen lesen oder das Lesen bei schlechtem Licht wird zunehmend anstrengender. Beim schnellen Blickwechsel von nah zu fern verschwimmt das Bild kurz. Wenn du bereits eine Brille für die Ferne trägst und diese Symptome dazukommen, ist der perfekte Zeitpunkt für eine Gleitsichtbrille gekommen.
Hier gibt es keinen pauschalen Festpreis, da die Kosten für eine Gleitsichtbrille stark von deinen persönlichen Ansprüchen und Sehgewohnheiten abhängen. Das Spektrum reicht von günstigen Gläsern bis hin zum hochwertigen High End Produkt, wobei der Preis der Gleitsichtbrille mit dem Grad der Individualisierung und dem spürbaren Sehkomfort steigt. Je hochwertiger die Gleitsichtgläser gefertigt sind, desto breiter und natürlicher sind die Sehfelder. Standardisierte Gleitsichtgläser starten bereits ab 89 € und individualisierte Gleitsichtgläser ab 999 €. Selbstverständlich bieten wir dir in unseren Abele Optik Filialen auch individuelle Zwischenlösungen nach deinen Bedürfnissen an, komm einfach für ein persönliches Beratungsgespräch vorbei!
Die individuelle Anpassung ist Millimeterarbeit und erfordert absolute Präzision. In vier wesentlichen Schritten kommst du zur Gleitsichtbrille:


Da das Gehirn lernen muss, die verschiedenen Sehbereiche automatisch zu nutzen, braucht es eine kleine Übergangsphase. Als perfekten Vergleich kann man sich das vorstellen wie eine Armbanduhr, die man plötzlich am anderen Handgelenk trägt. Am ersten Tag fühlt es sich ungewohnt an, und man spürt die Uhr bei jeder Bewegung. Nach ein paar Tagen nimmt man diese kaum noch wahr und irgendwann hat man völlig vergessen, dass diese überhaupt da ist. Eine normale Eingewöhnungszeit bei der Gleitsichtbrille dauert etwa ein bis zwei Wochen. Die gute Nachricht ist aber, dass viele Kunden sich bereits innerhalb weniger Tage an die neue Sichtweise gewöhnen. Sobald sich also dein Gehirn an den neuen Blickverlauf angepasst hat, blendest du die anfänglichen Unschärfebereiche am Rand automatisch aus, genau wie die Uhr am anderen Arm.
Mit ein paar einfachen Tricks gelingt der Start im Alltag mit der Gleitsichtbrille mühelos. Gewöhne dir am besten direkt zum Start an, deinen Kopf immer ein kleines Stück in die Richtung mit zubewegen, in die du gerade schauen möchtest. Wenn du nämlich nur mit den Augen an den Rand der Gleitsichtgläser blickst, landest du in den Bereichen, die physikalisch bedingt unscharf sind. Beim Treppensteigen hilft es, den Kopf beim Blick nach unten etwas mehr zu senken als gewohnt. Schaust du stattdessen nur mit den Augen nach unten, blickst du durch die Lesezone und die Stufen vor deinen Füßen wirken verschwommen. Um der neuen Brille die beste Chance zu geben, solltest du Sie von Beginn an durchgehend tragen, denn so lernt dein Gehirn die neuen Sehwege am schnellsten. Wechsle daher nicht aus Neugier zurück zu deiner alten Brille, um sie zu vergleichen. Keine Brille ist wie die andere und du ziehst die Eingewöhnungszeit damit nur unnötig in die Länge.





Jede dieser Brillen hat ihren ganz spezifischen Einsatzzweck. Auch wenn die Gleitsichtbrille das absolute Multitalent für den Alltag von nah bis fern ist, trifft sie in der modernen Welt auf Ihren “Endgegner”: den Computer Bildschirm. Da der Bereich für die Zwischendistanz bei einer Gleitsichtbrille bauartbedingt am schmalsten ist, passiert am PC folgendes: Um den Monitor scharf zu sehen, muss man den Kopf unbewusst permanent leicht in den Nacken legen. Diese dauerhafte nach oben geneigte Kopfhaltung ist Gift für die Halswirbelsäule und führt auf Dauer zu schmerzhaften Verspannungen im Nacken und Rückenbereich. Hier kommen die Spezialisten ins Spiel:
Arbeitsplatzbrille auch Bildschirmbrille ist der ergonomische Volltreffer für den Schreibtisch. Die Office-Brille bietet breite Sehbereiche für genau die Distanzen, die im Büro wichtig sind: den Monitor, die Tastatur und das Gesicht des Kollegen gegenüber (ca. 40cm bis 3 Meter). Dein Kopf bleibt in einer völlig entspannten, natürlichen Position, und dein Nacken wird maximal entlastet. Für die Ferne wie zum Autofahren ist die Computerbrille allerdings nicht geeignet!
Ihr Vorteil ist das breite Sehen in der direkten Nähe und Ideal um entspannt ein Buch zu lesen, am Smartphone zu verweilen oder handwerkliche Feinarbeiten zu machen. Für also alle Dinge bei denen du länger in der Nähe scharf sehen möchtest bis ca. 45 cm ist die Lesebrille als Sehhilfe optimal.
Zitat Herr Kühn (Augenoptikermeister und Filialleiter in Frankfurt Hessen-Center)
Beliebte Artikel zu den Themen Über uns und Wissenswertes, jetzt lesen!
Über uns - Oculist Kontaktlinse Eigenmarke
Wissenswertes - Sehtest beim Optiker