Sieben (unglaubliche) Facts rund ums Auge
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Sieben (unglaubliche) Facts rund ums Auge

Fact Nr. 1 – Die Welt steht Kopf

Die Bilder, die auf unsere Netzhaut projiziert werden, sind eigentlich auf dem Kopf und senkrecht gespiegelt. Erst in der Verarbeitung des Sehreizes durch das Gehirn wird dieses Bild gedreht. Die weit verbreitete Annahme, dass Babys diese Fähigkeit in den ersten Lebenswochen erlernen müssen, trifft jedoch nicht zu.

Mit einer sogenannten Umkehrbrille lässt sich dieser Effekt verändern. Dadurch wird das Bild der Umgebung durch Prismen auf den Kopf gestellt, also „richtig herum“ auf die Netzhaut projiziert. Durch die Verarbeitung im Gehirn steht die Welt also aus eigener Sicht Kopf. Versuche haben gezeigt, dass Probanden erst nach sechs Tagen mit dieser Brille das Bild im Gehirn wiederum „richtig“ drehen können. Die Rückgewöhnung nach dem Abnehmen der Umkehrbrille dauert hingegen nur wenige Minuten.

 

Fact Nr. 2 – Alle Blauäugigen haben den gleichen Vorfahren

Laut dem Genforscher Hans Eiberg ist die Mutation für blaue Augen erst vor etwa 6.000 bis 10.000 Jahren aufgetreten. Ursprünglich hatten alle Menschen braune Augen. Durch diese Mutation wird die Melanin-Produktion in der Iris vermindert, wodurch die Augen blau sind. Eiberg und sein Team untersuchten die DNS von über 800 Probanden aus Dänemark, Jordanien und der Türkei und stellten dabei fest, dass bei allen exakt die gleiche Region der DNS von dieser Mutation betroffen ist. Diese Veränderung ist demnach so spezifisch, dass vermutlich alle heute Blauäugigen von demselben Menschen abstammen.

Im Übrigen sind die schwarzen Lemuren wahrscheinlich die einzigen Primaten neben Menschen, die blaue Augen haben.

Laut einer Umfrage wünschen sich 42% der Deutschen blaue Augen. Wer diese von Natur aus nicht hat, kann auf farbige Kontaktlinsen zurückgreifen oder bedient sich einer neuen, aus den USA stammenden Lasermethode. Dabei wird die Melanin-haltige Schicht der Iris entfernt, ohne dabei das Gewebe zu verletzen. So erscheinen Augen wieder blau.

 

Fact Nr. 3 – Frauen haben seltener eine Rot-Grün-Schwäche

Menschen mit einer Rot-Grün-Sehschwäche können im Gegensatz zu Normalsichtigen die Farben Rot und Grün schlechter unterscheiden. Etwa 9% der Männer sind davon betroffen, aber nur ungefähr 0,4% der Frauen. Das liegt daran, dass die Gene für die Rot- und Grünzapfen auf dem X-Chromosom liegen. Männer besitzen nur eines, Frauen hingegen zwei. Bei Männern reicht somit schon der Defekt auf einem X-Chromosom aus, damit die Farbsehschwäche auftritt. Frauen können bei einem defekten Gen dank eines zweiten gesunden Gens normal farbig sehen. Sie sind nur dann von einer Rot-Grün-Schwäche betroffen, wenn der Defekt auf beiden Genen vorliegt.

 

Fact Nr. 4 – Manche Menschen können bis zu 100 Mio. Farben sehen

Der Mensch kann ungefähr 10 Mio. Farben sehen, die aus den Grundfarben Rot, Grün und Blau kombiniert werden. Eine sehr seltene Genanomalie sorgt jedoch dafür, dass neben den Zapfen für Rot, Grün und Blau ein vierter Farbrezeptor ausgebildet wird. Menschen mit dieser „Mutation“ werden daher Tetrachromaten genannt und können bis zu 100 Mio. Farbtöne unterscheiden. Der zusätzliche Rezeptor allein reicht jedoch nicht aus. Auch das Gehirn muss in der Lage sein, diese zusätzlichen Informationen verarbeiten zu können. Immerhin verfügen etwa 2% aller Frauen über diese außergewöhnliche Fähigkeit.

 

Fact Nr. 5 – Depressionen beeinflussen die Farbwahrnehmung

Menschen mit Depressionen sehen nicht nur sprichwörtlich alles „grau in grau“. Untersuchungen der Universität Freiburg haben nachgewiesen, dass die Netzhaut depressiver Menschen deutlich schwächer auf optische Reize reagiert. Schwarz-Weiß-Kontraste werden weniger deutlich wahrgenommen. Woran dieser Zusammenhang zwischen Farbwahrnehmung und Depressionen liegt, ist jedoch bislang unklar.

 
Fact Nr. 6 – Tränen bestehen nicht nur aus Wasser

Nicht nur wenn wir weinen, wird Tränenflüssigkeit gebildet. Tränen haben vor allem die Aufgabe, die Augen vor dem Austrocknen zu schützen, Krankheitserreger abzuwehren und Unreinheiten auszuwaschen. Dafür enthalten Tränen neben Wasser auch Kochsalz, Glukose, verschiedene Eiweiße und Lysozym oder Immunglobulin A zur Abwehr von Keimen. Durchschnittlich 100 Liter an Tränenflüssigkeit vergießt ein Mensch in seinem Leben. Dabei enthalten emotionale Tränen mehr Proteine als Reflextränen.

 

Fact Nr. 7 – Augenbewegung ist wahre Muskelarbeit

Sechs Muskeln dienen dazu, das menschliche Auge zu bewegen. Eine Bewegung kann dabei bis zu 500 Meter pro Sekunde schnell sein. Die äußeren Augenmuskeln treten etwa 100.000 Mal am Tag in Aktion und gehören damit zu unseren aktivsten Muskeln. Sie arbeiten dabei so präzise, dass das Bild des rechen Auges und das des linken Auges exakt übereinander liegen – egal aus welchem Blickwinkel.


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